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W3c in sieben Abschnitten kurz erklärt.

1.  Universelle Zugangsmöglichkeit

W3C definiert das Web als das Universum der netzwerk-zugänglichen Information (nutzbar durch Ihren Computer, Ihr Telefon, Ihren Fernseher oder durch Ihren vernetzten Kühlschrank...). Dieses Universum nützt der Gesellschaft bereits heute, indem es neue Formen der menschlichen Kommunikation ermöglicht und neue Wege findet, Wissen gemeinsam zu nutzen. Diese Vorteile für alle Menschen nutzbar zu machen, gehört zu den Hauptzielen des W3C, unabhängig davon, welche Hard- oder Software sie verwenden, welche Netzinfrastruktur vorhanden ist, wie ihre Sprache, ihre Kultur, ihre geografische Position oder ihre körperlichen oder geistigen Fähigkeiten sind. Unsere Aktivitäten in den Bereichen: Internationalization, Mobile access, Web on TV, Voice browser, Web Accessibility Initiative veranschaulichen unsere Verpflichtung, universelle Zugangsmöglichkeiten zu schaffen.

2. Das semantische Web

Die Leute benutzen ihr Wissen im Web zur Zeit in einer Sprache, die ausschließlich für andere Menschen bestimmt ist. In einem semantischen Web (semantisch" ist zu verstehen im Sinne von es hat mit Bedeutung zu tun") sind wir in der Lage, uns mit Begriffen auszudrücken, die unsere Computer verstehen und austauschen können. Wenn wir so verfahren, können wir eine Reihe von Problemen angehen, deren Lösung uns bisher recht mühsam erschien. Wir werden z.B. viel schneller in der Lage sein, dasjenige zu finden, wonach wir suchen: Medizinische Informationen, Filmkritiken, ein günstiges Buchangebot etc. Die W3C Sprachen RDF, XML und digitale Signaturen sind die Bausteine des semantischen Webs.

3. Vertrauen

Das Web ist anders als eine Zeitschrift ein aktives Medium. Tatsächlich war der erste Browser gleichzeitig ein Editor, obwohl die meisten Menschen heute der Ansicht sind, daß man unter surfen" in erste Linie betrachten" versteht und keine Interaktion. Um eine mehr mitwirkendere, aktivere Umgebung zu befördern, müssen wir ein vertrauenswürdiges Web (Web of Trust") aufbauen, das es den Benutzern möglich macht, Verantwortung (oder Rechenschaft) für ihre Beiträge zu übernehmen, die sie im Web veröffentlichen. Dieses Ziel umkreist eine Menge von W3C´s Arbeit im Bereich der digitalen Signaturen, Anerkennungsmechanismen, gemeinsames Verfassen von Dokumenten sowie Versionenverwaltung.

4. Interoperabilität

Vor zwanzig Jahren kauften Leute Software, die nur mit einer anderen Software vom gleichen Hersteller funktionierte. Heute haben die Benutzer mehr Freiheit zu wählen und sie erwarten zu Recht, daß Softwarekomponenten austauschbar sind. Genauso erwarten sie, Web-Inhalte mit ihrer bevorzugten Software zu betrachten (Graphik-Browser, Sprachsynthesizer, Braille-Zeile, Autotelefon ...). W3C, als eine herstellerunabhängige Organisation, fördert die Interoperabilität, indem es offene, nicht proprietäre Computersprachen und Protokolle entwirft und damit die, in der Vergangenheit vorherrschende, Marktspaltung verhindert. Dies wird durch einen Konsens innerhalb der Industrie und durch die Ermunterung zu öffentlichen Diskussionen erreicht.

5. Entwicklungsfähigkeit

W3C strebt höchste technische Qualität an, aber es ist sich auch bewusst, dass alles was wir heute kennen und benötigen, vielleicht schon morgen ungenügend sein kann, die dann anstehenden Probleme zu lösen. Wir bemühen uns daher ein Web aufzubauen, welches sich zu einem immer fortschrittlicherem Web entwickeln kann, ohne dasjenige zu zerstören, was problemlos arbeitet. Die Prinzipien der Einfachheit, der Modularität, der Kompatibilität und der Erweiterbarkeit sind richtungsweisend für unser Design.

6. Dezentralisierung

Dezentralisierung ist ein Prinzip moderner verteilter Systeme, einschließlich der Gesellschaften. In einem zentralisierten System muß jede Nachricht oder Aktion eine zentrale Autorität passieren, was zu Engpässen führt, sobald der Verkehr zunimmt. Durch ein entsprechendes Design beschränken wir deswegen die Anzahl der zentralen Web- Einrichtungen, um die Anfälligkeit des Webs als Ganzes zu reduzieren. Fehlertoleranz ist die notwendige Begleiterscheinung von verteilten Systemen und damit das Herz und die Seele des Internets, nicht nur speziell des Webs.

7. Attraktiveres Multimedia!

Wer will nicht mehr Interaktivität und leistungsstärkere Medien im Web, einschließlich größenverstellbare Bilder, Soundeffekte von hoher Qualität, Videos, 3D- Effekte und Animationen? Der Konsens-Prozeß des Konsortiums beschränkt nicht die Kreativität der Content Provider oder führt zum langweiligem browsen". Durch seine Mitglieder hört W3C auch auf die Stimmen der Endbenutzer und arbeitet auf ein solides Gerüst für die Entwicklung eines attraktiveren Webs hin. Dies geschieht durch Sprachen wie die Scalable Vektor Graphik (SVG) Sprache und die Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL).

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